Rückschau

In den vier Kirchengemeinden im Süden von Oeynhausen 
Rehme, Lohe, Altstadt und Wichern
werden ab kommenden 
Sonntag „Rogate“, 17.05.,  

Gottesdienste in den jeweiligen Kirchen gefeiert. Dazu wurde ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet, das sich streng nach den Vorgaben des Robert Koch-Instituts richtet und den Maßgaben der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Evangelischen Kirche von Westfalen entspricht. Die Hygieneregeln und Vorschriften werden die Gottesdienste in der bisher bekannten Form stark einschränken.

So gibt es in der Heilig-Geist-Kirche statt 350 jetzt nur 
66 ausgewiesene Sitzplätze. 

40 Sitzbänke wurden nun auf 22 reduziert. Für alle Gottesdienstbesucher besteht die Pflicht, Nasen-Mund-Masken zu tragen. Nach den vorgeschriebenen Datenschutzrichtlinien werden Anwesenheitslisten geführt. 

Eine Anmeldung über das Wichern-Gemeindebüro, wkg@live.de oder Tel. 92849

kann die Wartezeit am Kircheingang deutlich verkürzen und wird darum sehr empfohlen.

Viele Gemeindemitglieder haben die Gottesdienste in den vergangenen Monaten vermisst. Durch digitale und analoge Zusatzangebote haben Presbyterien, Pfarrer/innen und Gemeindeglieder versucht, im Glauben gerade in diesen schwierigen Corona-Zeiten beieinander zu bleiben. Die Gemeinschaft in der persönlichen Begegnung im Gottesdienst ist zwar für viele nicht zu ersetzen, dennoch geht die Gesundheit aller Gemeindemitglieder vor.

Bei schönem Wetter findet am 
Donnerstag, 21. Mai, Christi Himmelfahrt,
ein Freiluftgottesdienst am Museumshof statt. Auch dort im Freien gelten dieselben Hygieneregeln und Vorschriften. Die Predigt hält Diakon Ewald Kröger, die liturgische Gestaltung lieg bei Pfr. Mengel und dem Organisten und Posaunenchorleiter der Wicherngemeinde, Herrn Uwe Thies. Anstelle des Posaunenchores wird der Gottesdienst am Keyboard musikalisch begleitet. Es werden 90 Sitzplätze vor dem Hauptgebäude des Museumshofes angeboten. 

Der open-air Gottesdienst beginnt um 10.00 Uhr am Museumshof und steht unter dem Motto: „Goat hen in olle Welt“( Mt 28,19).

Evangelische und katholische Kirchen:
Glockengeläut lädt täglich um 19.30 bis Gründonnerstag zum Gebet

Ab Donnerstag, 19 März, lädt auch im Bereich des Evange-lischen Kirchenkreises Vlotho die Wichernkirchengemeinde  dazu ein, täglich um 19.30 Uhr für einen Moment innezuhalten, eine Kerze anzuzünden, sie gegebenenfalls sichtbar ins Fenster zu stellen  und ein Gebet zu sprechen. 

Zu dieser Zeit werden vielerorts und auch in der Wichern-gemeinde Glocken dazu einladen. Die Einladung zum Innehalten, Kerze anzünden und Gebet ist eine ökumenische Initiative und geht an alle Menschen in ganz Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus.

Ein Gebetsvorschlag der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen NRW (ACK) hierzu:

Ökumenisches Gebet in Zeiten der Corona-Krise

Guter und barmherziger Gott!

In Zeiten von Verunsicherung und Krankheit kommen wir gemeinsam zu Dir und werfen alle unsere Sorgen auf Dich. 
Du schenkst uns neue Zuversicht, wenn uns Misstrauen und Unsicherheit überwältigen.
Du bleibst uns nahe, auch wenn wir Abstand voneinander halten müssen.
Wir sind in deiner Hand geborgen, selbst wenn wir den Halt zu verlieren drohen.

Wir bitten dich:

für alle Menschen, die sich mit dem Corona-Virus angesteckt haben und erkrankt sind;
für alle Angehörigen, die in tiefer Sorge sind;
für alle Verstorbenen und für die, die um sie trauern;
für alle, die Angst um ihren Arbeitsplatz haben und um ihre Existenz fürchten.
Sei ihnen allen nahe, gib ihnen neue Hoffnung und Zuversicht,
den Verstorbenen aber schenke das Leben in deiner Fülle.

Wir bitten dich:

für alle Ärztinnen und Ärzte, für alle Pflegenden in den Kliniken, Heimen und Hospizen;
für alle, die Verantwortung tragen in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft;
für alle, die uns Tag für Tag mit dem Lebensnotwendigen versorgen;
für alle Seelsorgerinnen und Seelsorger, die den Menschen Gottes Frohe Botschaft zusagen.
Sei auch ihnen nahe und schenke ihnen Kraft, Mut und Zuversicht.

Wir bitten dich:

für die jungen Menschen unter uns, die Kinder und Jugendlichen,
für alle, die um ihre Zukunft fürchten,
für die Familien, die die erzwungene Nähe nicht gewohnt sind,
für alle, die die Betreuung von Kindern und Jugendlichen übernommen haben.
Sei ihnen allen nahe, schenke ihnen Geduld und Weitsicht, Verständnis und Hoffnung.

Wir bitten dich:

für die Menschen weltweit, deren Gesundheit an jedem Tag gefährdet ist,
für alle, die keine medizinische Versorgung in Anspruch nehmen können,
für die Menschen in den Ländern, die noch stärker von der Krankheit betroffen sind.
Sei ihnen allen nahe und schenke ihnen Heilung, Trost und Zuversicht.

Auch bitten wir dich für uns selbst:
Lass uns trotz aller Sorgen den Blick für die anderen nicht verlieren und ihnen beistehen.
Mache uns bereit, Einschränkungen in Kauf zu nehmen und lass uns dazu beitragen, dass andere Menschen nicht gefährdet werden. 
Erhalte in uns die Hoffnung auf dich, unseren Gott, der uns tröstet wie eine liebende Mutter und der sich aller annimmt.

Dir vertrauen wir uns an. 
Dich loben und preisen wir, heute und alle Tage unseres Lebens bis in Ewigkeit.

Wir beten mit der ganzen Christenheit auf Erden:

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
und vergib uns unsre Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.

Amen.

Freitag, 06. März 2020, 16.00 Uhr - Weltgebetstag

Christuskirche, Elisabethstr. 9

Interessieren Sie sich für andere Länder und Kulturen? - Feiern und gestalten Sie gern lebendige Gottesdienste? - Probieren Sie gern neue Rezepte aus anderen Ländern aus? - Beschäftigen Sie sich gern in einem weiten Horizont mit religiösen Fragen? Dann passt der Weltgebetstag zu Ihnen. In diesem Jahr wird der Weltgebetstag von Christen aus Simbabwe gestaltet. Nach dem Gottesdienst sind Sie eingeladen zu afrikanischen Spezialitäten.

Dienstag, 18. Februar 2020, 19.30 - Aktuelle Runde

Gemeindehaus der Wicherngemeinde, Wichernstr. 15

Thema: Vom Kritiker zum Projektbegleiter für Nachhaltigkeit/BUND

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland ist mit über 2000 Orts- und Kreisgruppen der größte Umweltverband Deutschlands und Mitglied des internationalen Naturschutz-Netzwerkes "Friends of the earth". - Dipl.-Ing. Thomas Dippert ist selbst seit Jahren hoch engagiert in unserer Stadt und Region für den BUND tätig und beschreibt an diesem Abend den Weg in den aktiven Natur- und Umweltschutz.

 

 

Happy hour – Gottesdienst am 23.02.2020

Diskussionsimpuls zur Menschenwürde

„Die Würde des Menschen ist unantastbar - dennoch muss sie geschützt werden!“- Mit einem Anspiel der Konfirmanden der Wichernkirchengemeinde wurde am Sonntag, 23. 02. 2020 eine Diskussion zum Thema „Menschenwürde“ eröffnet. 

Im Rahmen des Gottesdienstformates: „Happy-Hour“ wurde neben modernen Liedern, unter-stützt durch den Kirchenchor der Wicherngemeinde, Raum zum generationsübergreifendem Gespräch gegeben.

Den Impuls dazu gaben die Konfirmanden, indem sie eine Schlüssel-Szene aus dem Leben des Johann-Hinrich Wichern  (1808 -1881) der Gemeinde präsentierten und danach die Gottesdienstbesucher aufforderten ins Gespräch zu kommen. So sollten die generationsübergreifenden Gesprächsgruppen untereinander klären, wie der biblische Hinweis zu verstehen ist, dass der Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurde. 

„Was bedeutet diese „Würde“ des Menschen für unseren Umgang miteinander?“ Und: „Kann jemandem seine Menschenwürde wieder genommen werden?“

Mystische Klänge und volkstümliche Fröhlichkeit


Mystische Klänge und volkstümliche Fröhlichkeit

Vokal-Ensemble „Valerina“ beschenkt Zuhörer in der Heilig-Geist-Kirche mit Vielfalt östlicher Musik

 

Ihr Gesang war ein Streifzug durch russisch-orthodoxe Sakralgesänge vergangener Jahrhunderte, gepaart mit einem Mix aus fröhlichen Volksliedern. Als musikalische Botschafter östlicher Musiktradition wollten sich die vier Sänger des A-Capella-Ensembles „Valerina“ zugleich auch als „klingendes Sinnbild der Völkerverständigung“ verstanden wissen.

Valeriya Shishkova, die Gründerin des Ensembles, nannte es „Brüderlichkeit in der Musik“. Gemeint war die Vielfalt, mit der das Ensemble am Samstagabend vor rund 130 Zuhörern sein breites Liederspektrum ausfaltete: Gesänge aus Weißrussland, aus der Ukraine und aus Russland selbst. Denn die vier Solisten kommen aus den drei genannten Ländern, wobei alle Sänger inzwischen in Deutschland leben. Über gemeinsame Choraktivitäten in Dresden haben sich die Altistin Alena Schneider, der Tenor Dmitri Arnst und Bass-Sänger Ivan Piltschen kennengelernt und unter der Leitung der Sopranistin Valeriya Shishkova 2011 als Ensemble „Valerina“ formiert.

Man musste die russische Sprache nicht verstehen, um zu begreifen, welch altem und reifen Kulturgut man in den Gesängen des Ensembles begegnete. Da gab es im ersten Teil zarte, fast durchsichtige Klänge von mystischer Schönheit. Ein Marienlied zum Beispiel, dessen ernster, rezitativer Charakter an die frühen Klostergesänge des Ostens denken ließ. Valeriya Shishkova, die in charmanter Moderation durch das Programm führte, ließ die Zuhörer wissen, dass die alten russischen Kirchenlieder nur von Männerchören gesungen werden durften, einstimmig zunächst, und sich später erst, mit Aufkommen eigener Sakralkompositionen, eine farbige Mehrstimmigkeit entwickelt habe.

Mit andächtigen, getragenen Gesängen wie dem „Cherubinen-Lied“ oder dem „Sanctus“ nahm das Ensemble die Zuhörer mit aus einer meditativen, leicht melancholischen Musik in eine feierliche Mehrstimmigkeit, die nach und nach den stimmlichen Reichtum der vier Sänger erleben ließ. Bei einem russischen Weihnachtslied etwa gab es einen schwungvollen Wechsel zwischen Sopran- und Alt-Passagen, eingebettet in den vollen, warmtönigen Bass von Ivan Piltschen.

Im zweiten Teil des Programms stellte das Ensemble vertonte Gedichte und schwungvolle Volksweisen aus den drei Ländern vor. Da wurde von einem übermütigen Feldarbeiter gesungen, der nach einer jungen Braut Ausschau hält. Inzwischen ohne Notenbuch in der Hand, illustrierten die vier Sänger den Inhalt ihrer Lieder mit lebhaften Gesten. Ein übermütiges Jauchzen, ein keckes Stampfen am Ende der Strophen zeugten von der Fröhlichkeit der Gesänge. Schließlich sorgten ein Schellenstab und klappernde Holzlöffel noch für den nötigen Rhythmus, um die Zuhörer atmosphärisch mitzunehmen auf die Brautwerbung des verliebten Burschen um seine „Maschenka“.

Das Publikum, das zunächst mit spontanem Zwischenapplaus immer wieder seine Begeisterung ausgedrückt hatte, feierte die Sänger am Schluss nochmals für ihre beeindruckende Leistung und erklatschte sich gleich mehrere Zugaben.

Russische Kultur hat lebhaften Anteil in der Wichern-Gemeinde

Pfarrer Matthias Mengel, seit 1995 Geistlicher in der Südstadt-Gemeinde, betont den hohen Anteil von Gläubigen, die aus Russland nach Bad Oeynhausen gekommen sind. „Wir haben immer schon russische Chöre in unserer Gemeinde gehabt“, erläutert er und unterstreicht: „Die Vielfalt, auch im musikalischen Zusammenhang, bereichert uns“. So war auch Dr. Rosemarie Siegert, Presbyterin in der rund 3.400 Mitglieder starken Gemeinde, spontan auf die Anfrage von Valeriya Shishkova zugegangen, als diese vor gut einem Jahr wegen eines Konzerts angefragt hatte.  „Wir kannten das Ensemble bis dahin nicht, aber wir haben auf die russisch-ukrainische Stimmkraft vertraut“, sagte sie im Vorfeld.

Gespannt waren auch Valeria Kramer und Anna Weiler auf das musikalische Erlebnis. Die beiden Konzertbesucherinnen aus Kasachstan und ihre Begleiterin Katharina Gnädig, gebürtig aus Russland, leben seit über 20 Jahren in Bad Oeynhausen und fühlen sich fest ins Gemeindeleben eingebunden. „Wir verstehen natürlich auch die Texte“, freuten sie sich. Offenbar jüngster Konzertbesucher an diesem Abend war der vierjährige Gennadi, der mit seiner Mutter und Großmutter aus einer der vorderen Reihen neugierig das Geschehen beobachtete.

Fotos (Kirchenkreis Vlotho)

Musikalischer Gottesdienst in der Wicherngemeinde

 

Festliche Chormusik erklingt am 3. Advent im Gottesdienst in der Heilig-Geist-Kirche.

Die singende Gemeinde und die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores unter Leitung von Hagen Heinicke laden alle, die Freude an adventlicher Musik haben, herzlich zum musikalischen Gottesdienst in die Heilig-Geist-Kirche ein.

Neben den Advendsliedern, die die Gemeinde gemeinsam mit dem Chor singen wird, trägt der Kirchenchor eine Adventskantate in zwei Teilen vor.

Der Adventsgottesdienst beginnt am Sonntag,15. Dez, um 10 Uhr.

Samstag, 07. Dezember 2019
„Happy Hour“ lockt singende Besucher in die Wicherngemeinde

Im Rahmen der offenen Häuser im Advent fand am Samstag, 7. Dezember, ein offenes Singen in der Heilig-Geist-Kirche an der Wichernstraße statt. Das Singen während eines „Happy Hour“ Gottesdienstes vor dem zweiten Advent wurde zum zweiten Mal in der Wicherngemeinde angeboten. Nach der positiven Resonanz im Vorjahr und der Einführung modernerer Gottesdienstelemente seit Januar 2019 will man mehr Besucher in die Gottesdienste locken.

 „Es ist eine sehr schöne Idee, im Rahmen der Aktion ‚Offene Häuser im Advent‘ auch die Türen der Kirche zu öffnen. Es ist ein Abend für alle Generationen“, sagte Presbyterin Ulrike Weißflog. Eröffnet wurde das offene Singen durch zwei Musikstücke, gespielt von Katharina Bock. Im Vorfeld wurde die Kirche stimmungsvoll vorbereitet. Das Technikteam um Marco Pönnighaus sorgte mit einer passenden Ausleuchtung der Kirche und einer Leinwand, auf der die Liedtexte angeworfen wurden, für eine angenehme Atmosphäre. Auch die liebevoll platzierten Kerzen in der Kirche untermalten den Abend. Pfarrer Matthias Mengel verlas Teile einer Adventsandacht. Lieder wie „Wir sagen euch an den lieben Advent“, „Ein Licht geht uns auf“ oder „Tochter Zion“ wurden gesungen. „Zum Gedenken an Menschen, denen es nicht gut geht oder die nicht an unserer Seite stehen können, wollen wir einen Moment der Stille einbringen“, sagte Pastor Matthias Mengel. Aus diesem Anlass wurden Kerzen auf dem Altar der Kirche platziert und mit einem Augenblick der Ruhe bedacht.

Der Gesang und die Begleitung von Organist Uwe Thies am Keyboard erfüllte das Kirchenschiff. In kleinem Kreis erfreute man sich am gemeinsamen Besingen des Advents. Im Anschluss wurden Punsch, Glühwein und Stockbrot für die kleinen und großen Gäste bereitet. Weitere offene Häuser im Advent können dem aktuellen Gemeindebrief der Wicherngemeinde entnommen werden.

Freitag, 29.11.2019, 9.00 Uhr – Frauenfühstück

Gemeindehaus der Wicherngemeinde, Wichernstr. 15

Referent: Pastor Stefan Thünemann, Seelsorger im Jugendvollzug der JVA Herford

Thema: Kirche „hinter Gittern“ – Seelsorge im Jugendvollzug

Spielen im Gefängnis Gott, Glaube und Kirche eine Rolle? Können Sie eine Hilfe sein - sind sie es tatsächlich? Herr Pastor Thünemann wird von seinen Erfahrungen und seiner Arbeit in der JVA Herford berichten.

 

 

Sonntag, 17. November 2019

Gemeindeversammlung in der Heilig-Geist-Kirche zur Presbyterwahl 2020

Die Gemeindeversammlung der Kirchengemeinde Bad Oeynhausen-Wichern findet am Sonntag, dem 17. November, um 10.50 Uhr nach dem Gottesdienst in der Heilig-Geist-Kirche, Wichernstr. 15, statt.

Das Presbyterium lädt alle Gemeindeglieder ein und hofft auf rege Beteiligung, In der Gemeindeversammlung werden die Gemeindemitglieder über die Bedeutung des Amtes einer Presbyterin oder eines Presbyters und das Wahlverfahren informiert. Außerdem stehen weitere wichtige Themen aus dem Gemeindeleben auf der Tagesordnung. 

Erntedankfestgottesdienst zur Bekämpfung der Armut in Sierra Leone

Erntedankfestgottesdienst in der Wicherngemeinde
zur Bekämpfung der Armut in Sierra Leone

Am Sonntag, dem 29. September, feierte die Ev.-Luth. Wichernkirchengemeinde das Erntedankfest mit einem kostenfreien Zwei-Gänge-Menü im Wichernhaus.

Es gab eine Auswahl zwischen einer rein vegetarischen Kürbissuppe und einer „Quer durch den Garten“- Suppe und anschließend Apfelkuchen in verschiedenen Variationen. Etwa 100 Menschen folgten der Einladung und waren begeistert von den selbstgekochten, -gebackenen Speisen.

Doch bevor es soweit war, wurde in der Heilig-Geist-Kirche um 10.00 Uhr ein besonderer Familiengottesdienst zum Erntedankfest gefeiert, bei dem die Kinder aus dem Sausewindkindergarten, die Katechumenen und der Posaunenchor der Wichernkirchengemeinde aktiv mitwirkten. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes standen von den Sausewindkindern selbstgemalte Bilder zu einem zentralen Text der Bergpredigt Jesu, die an der Altarwand in einem XXL-Format präsentiert wurden. Anschließend wurde mit allen Gottesdienstbesuchern das Agapemahl gefeiert. Dabei gingen Jung und Alt um den mit Erntegaben festlich geschmückten Altar und bekamen ein Stück frisch gebackenes Brot und Weintrauben. Dort am Altar wurden auch Gaben für die Aktion: „Brot für die Welt“ eingesammelt. Damit wird ein Projekt in Sierra Leone unterstützt, das Mädchen und Jungen ermöglicht, in die Schule zu gehen und zugleich auch deren Eltern hilft, ihr Einkommen zu erhöhen.



Spendenkonto

Brot für die Welt
IBAN: DE10100610060500500500
BIC: GENODED1KDB
Bank für Kirche und Diakonie

Dankeschön für geleistete Arbeit

Gottesdienst für Mitarbeiter der Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis Vlotho

SCS/Bad Oeynhausen. „Wertschätzung der Mitarbeitenden ist wichtig“, sagte Dorothee Holzmeier. Die Kindergartenfachberaterin des Kirchenkreises hatte gemeinsam mit Christine Höke, Pfarrerin und Synodalbeauftragte für Kindergärten, und Gemeindepädagogin Ingrid Wilmsmeier den vierten Dankeschönabend für die Mitarbeiter der Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis Vlotho organisiert.

Mit einem Gottesdienst zum Thema Blickwinkel in der Heilig-Geist-Kirche begann der gemeinsame Abend. „Die Arbeit in den Kindergärten hat herausfordernde Bedingungen. Wir fragen uns gemeinsam, wie wir sie gut gelingen lassen können. Statt auf Probleme zu schauen, wechseln wir die Perspektive“, erläuterte Dorothee Holzmeier das Thema des Abendmahlsgottesdienstes. „Zuversicht, Achtung und Segen geben Kraft für die tägliche verantwortungsvolle Arbeit in den Kindergärten, die durch Wertschätzung, Respekt, Akzeptanz und Toleranz geprägt ist. Auch der religionspädagogische Auftrag ist wichtig“, so Dorothee Holzmeier. Mit dem gemeinsamen Abend dankt der Ev. Kirchenkreis Vlotho als Träger von 23 Kindertageseinrichtungen alle zwei Jahre den Mitarbeitenden. Auch Matthias Mengel, Pfarrer der gastgebenden Wicherngemeinde, und Kreiskantor József Opicz wirkten im Gottesdienst mit.

Anschließend wartete im Wichernhaus ein reichhaltiges Buffet auf die Teilnehmenden. „Hier können die Mitarbeitenden ins Gespräch kommen und sich austauschen“, sagte Dorothee Holzmeier. Die Gelegenheit zum geselligen Beisammensein wurde von den rund 80 Anwesenden gern genutzt.

 

Text+Fotos: Sandra C. Siegemund

Sonntag, 15.09.2019, 10.00 Uhr – Silberne Konfirmation

Heilig-Geist-Kirche, Bad Oeynhausen, Schulstr. 38 – 40

Alle Gemeindeglieder, die 1994 konfirmiert worden sind, sind herzlich eingeladen, an der Feier der silbernen Konfirmation teilzunehmen. Im Anschluss an den Gottesdienst findet ein gemütliches Beisammensein mit Mittagessen zum Austausch und klönen statt.

Wir bitten um Anmeldung im Gemeindebüro, Tel. 92849, e-mail: wkg@live.de

16. Juni 2019 – Goldene, Diamantene, Eiserne und Gnadenkonfirmation in der Wicherngemeinde

43 Jubilare hatten sich am Sonntag Trinitatis zum Festgottesdienst anlässlich ihres Konfirmations-Jubiläums in der Wicherngemeinde angemeldet.

Der festliche Gottesdienst wurde musikalisch gestaltet vom Posaunenchor der Wicherngemeinde unter Leitung von Herrn Uwe Thies.

Viele Jubilare wurden von Ihren Familienangehörigen begleitet, sodass Pfr. Matthias Mengel in seiner Predigt auch auf das aufeinander angewiesensein von Jung und Alt einging. Er betonte, dass es dem Apostel Paulus vor fast 2000 Jahren in seinen Briefen an die Christen in Korinth ganz wesenlich um die Barmherzigkeit als eine Grundhaltung christlichen Lebens ging und zitierte den biblischen Aufruf: „Haltet Frieden“ (2 Kor 13,11).

„Orientiert euch in allem, was ihr tut, an Jesus Christus, der die Folgen von Gottferne, Hass und Menschenverachtung auf sich nahm, um insbesondere  denen nahe zu sein, die unter Willkür der Mächtigen zu leiden haben. Möge Gottes Segen spürbar werden im Miteinander der Generationen, der Einheimischen und der Neuhinzugekommenen“, wünschte Pfarrer Mengel den etwa 180 Gottesdienstbesuchern in der Heilig-Geist-Kirche und lud herzlich ein zum Gemeindefest der Wicherngemeinde, das „draußen und umsonst“ am Sonntag, dem 30 Juni, auf dem Kirchgelände zwischen Schulstraße und Wichernstraße stattfinden wird.

Nach dem Gottesdienst gab es für Jubilare und ihre Angehörigen ein festliches Mittagessen im Wichernhaus und viel Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen.  Unter den 14 Goldkonfirmanden war auch die Tochter des damaligen Wicherngemeindepfarrer Wolfram Lackner aus Nürnberg angereist. Viele der Goldjubilare versprachen einander, auch in 10 Jahren, beim Fest der Diamantenen Konfirmation, wieder dabei zu sein.

Matthias Mengel

www.wichernkirchengemeinde.de

Goldene-Konfirmanden

Diamantene Konfirmanden

Eiserne-Konfirmanden

Gnaden-Konfirmanden

Pfingstsonntag, 09. Juni 2019, 19.00 Uhr - Nacht der Offenen Kirchen (NOK)

Erste Station: 19.00 Uhr: Heilig-Geist-Kirche, Schulstr. 38-40

19.00 Uhr, erste Station: Frieden - eine Hoffnung / Wicherngemeinde

Dem von Gott verheißenem Frieden auf der Spur, fragen wir nach dem Grund unserer Hoffnung, spüren biblischen Texten nach und lassen uns inspirieren von Glaubenszeugnissen und Friedensliedern unserer Zeit.

20.00 Uhr, zweite Station: Frieden - eine Aufgabe / St. Peter und Paul

21.00 Uhr, dritte Station: Frieden - eine Wirklichkeit / Altstadt

22.00 Uhr, vierte Station: Frieden - ein Geschenk / ev. freikirchl. Gemeinde

Anschließend Ausklang mit Imbiss

Happy hour  - der etwas andere Gottesdienst Gemeindehaus der Wicherngemeinde Bad Oeynhausen

Termine – Themen

Freitag, 07. Juni 2019, 9.00 - 11.00 Uhr  - Frauenfrühstück

Gemeindehaus der Wicherngemeinde, Wichernstr. 15

Frauenfrühstück mit thematischem Impuls: Plastik - Fluch oder Segen? Gibt es Alternativen? 

Plastik begegnet uns überall in unserem Alltag. Beim Einkaufen ist es fast unvermeidbar, Plastikverpackungen mit zukaufen. Aber was hat unser Konsumverhalten für Auswirkungen auf unsere Umwelt? Wie können wir dazu beitragen, die Müllberge zu reduzieren?

Referent: Nicolai Meyer vom NABU

Samstag, 06. Juli 2019, 20.00 Uhr - Konzert mit Liedermacher Manfred Siebold

Heilig-Geist-Kirche, Bad Oeynhausen, Schulstr.38 – 40
Erneut ist Liedermacher Manfred Siebold zu Gast in der Wicherngemeinde, um seine Lieder, Worte und Gedanken mit uns zu teilen. Manfred Siebold ist seit über 40 Jahren mit seinen Gitarren im gesamten deutschsprachigen Raum unterwegs, um uns seine Erfahrungen im Alltag des Glaubens und für diesen Alltag weiterzugeben.

Die finanziellen Erträge aus seinen Konzerten gehen an diakonische und missionarische Einrichtungen in Europa, Asien und Südamerika, so auch der Erlös dieses Abends.

Eintrittspreise:

Normalpreis 10,00 €

Ermäßigt 6,00 € (für Studierende, Schüler/innen, Menschen mit Schwerbehinderungen und Erwerbslose)

 

Donnerstag, 30. Mai 2019, 10.00 Uhr - Plattdeutscher Gottesdienst zu Himmelfahrt

Museumshof, Schützenstr. 35a, 32545 Bad Oeynhausen

Regionaler Gottesdienst unter freiem Himmel: "Hius van lebennigen Steinen" (Bei Regen auf der Deele des Haupthauses)

Musikalische Gestaltung: Bläser und Bläserinnen aus den Gemeinden  Altstadt, Lohe, Rehme, Wichern unter der Leitung von Uwe Thies

Pfr. Heinz Schlüter, Spenge

 

Dienstag, 21. Mai 2019, 19.30 Uhr - Aktuelle Runde

Gemeindehaus der Wicherngemeinde, Bad Oeynhausen

Prinz oder Prinzessin - oder doch, wie alle anderen?

Wie erziehen wir unsere Kinder?

Referent: Harald Mewes, Diplom-Sozialpädagoge, Vlotho

 Flöten- und Cellomusik aus der Renaissancezeit in der Heilig-Geist-Kirche

Am Sonntag Jubilate, 12. Mai, werden zum Thema des Gottesdienstes Instrumentalstücke für drei Flöten und Cello im Gottesdienst der Wichernkirchengemeinde zur Aufführung gebracht. 

Die Flötisten Claudia Hensler (Sopran), Mechthild Augsburg (Alt) Ute Lindemann-Treude (Tenor) und Arne Schindler (Piano und Cello) musizieren vier Stücke von dem Komponisten Anthony Holborne. Passend dazu wird die IKG-Religionslehrerin Pfarrerin Christiane Südhölter-Karottki in der Predigt auf die spielerischen und heiteren Varianten der biblischen Schöpfungsberichte eingehen. 

Die Schöpfungsgeschichte beschreibt keine Weltentstehungstheorie im naturwissenschaftlichen Sinne, sondern erzählt davon, was es bedeutet, als Mensch in der von Gott erschaffenen wunderbaren Vielfalt zu leben. 

Mit österlichen Chorälen wird die gottesdienstliche Gemeinde, an der Orgel begleitet von Uwe Thies, in die Klangfülle und fröhlich jubilierende Musik der Renaissance-zeit einbezogen.

Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche, Wichernstr. 15 

Streichquartett und Sologesang in die Heilig-Geist-Kirche

Nachdem in unserer Wicherngemeinde bereits im zwölften Jahr, in der Zeit zwischen Epiphanias und dem Beginn der Karwoche, die Sonntagsgottesdienste im Gemeindehaus gefeiert werden, endet nun die „Winterkirche“ für das Jahr 2019.

Den Auftakt für den Wiedereinzug in der Heilig-Geist-Kirche nach der Winterpause bildet am

Sonntag, dem 14. April, ein festlicher Taufgottesdienst um 10 Uhr.

Das Streichquartett mit Friedemann Enke (Bratsche) Reimar Smolenski (Cello) Gabriele Rosenkranz, (Violine) unter Leitung von  Andreas Wendel (Violine) wird dazu drei Instrumentalstücke aus der Barockzeit und der Romantik mit Werken J.S. Bach, Vivaldi und Borodin zur Aufführung bringen.

Auf den Zusammenhang und Klangraum der biblischen Texte des alten und neuen Testamentes wird Pfarrer Matthias Mengel in der Predigt hinweisen. So beschreibt das dritte Gotteskechtslied beim Propheten Jesaja bereits in geheimnisvollerweise das Leidensgeschick Jesu. Ähnlich wie der Gottesknecht hat auch Jesus unbeirrt an Gott festgehalten und wird am Ende von ihm rehabilitiert. Auch im Sakrament der Taufe wird Gottes Liebe Treue deutlich: Ob Menschen geboren werden oder sterben - immer ruft Gott ins Leben. Davon handelt auch der Sologesang: „An deiner Seite“, der für den kleinen Täufling vortragen wird.

Die Entscheidung der Wicherngemeinde die Gottesdienste in der kalten Jahreszeit nicht in der Heilig-Giest-Kirche, sondern im Gemeindehaus zu feiern, soll als sichtbares Zeichen für einen entschlossnenen Beitrag zum Klimaschutz verstanden werden. Es ist ein Bekenntnis zu dem biblischen Auftrag: Gottes Schöpfung zu bewahren und spürbarer Beitrag, kostbare Energieressourcen zu schonen und den CO2 Ausstoß zu reduzieren.

Donnerstag, 21.März 2019, 9.00-11.00 Uhr - Frauenfrühstück

Gemeindehaus der Wicherngemeinde, Bad Oeynhausen 

Thema: Stolpersteine und ihre Beziehung zur Lebensgeschichte jüdischer Familien in Bad Oeynhausen   Referentin: Stefanie Hillebrand, Stadtarchiv Bad Oeynhausen

 

 

Mittwoch, 06.März 2019, Seniorennachmittag
Gemeindehaus der Wicherngemeinde, Bad Oeynhausen


Diakonie in der Wicherngemeinde

Am Mitwoch, 6. 3. 2019 lädt die Wichernkirchengemeinde zu einem Seniorennachmittag von 15.00 bis17.00 Uhr ins Gemeindehaus, Wichern Str.15, ein Passend zum Namensgeber: J.H.Wichern spricht der Dipl.Sozialarbeiter Karlheinz Wilmsmeier zum Thema. „Diakonie“ – Sie verkündigt mit ihrem Dienst die Menschenfreundlichkeit Gottes durch Wort und Tat. Der Referent steht auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand weiterhin regelmäßig im Kontakt zum Diakonischen Werk Minden und seinen vielfältigen Einrichtungen. Aus seinem breitgefächerten Aufgabenbereichen innerhalb der Diakonie, wird Karlheinz Wilmsmeier die Bedeutung sozialer und diakonischer Arbeit in unserer Gesellschaft heute zum Thema machen. Aus diesem Grund ist er auch ehrenamtlich im Besuchsdienst der Wicherngemeinde aktiv. Die Leitung des Seniorennachmittags liegt bei Mechthild und Erich Pälchen.

Dienstag, 19. Februar 2019, 19.30 Uhr

Gemeindehaus der Wicherngemeinde, Bad Oeynhausen
Zwischen Tunis – Teheran – und Raqqa:
Welche Perspektiven für die Demokratie im Nahen Osten?

Referent:  Fr. Udo Steinbach, Berlin, ehemaliger Leiter des Dt. Orient-Instituts

Geht ein Riss durch unsere Gesellschaft -Rechtspopulismus, Angst und Wutbürger

Zum Vortrag von G.-M Hoeffchen/Kirchenzeitung 'Unsere Kirche' in der Aktuellen Runde am 15.1.19

Erwarten wir einen gesellschaftlichen Riss in Deutschland – oder haben wir ihn bereits? - Vor zahlreich erschienenem Publikum stellte Chefredakteur Hoeffchen im Wichernhaus diese Frage an den Beginn seiner Vortragsausführungen und konstatierte: Der Riss ist bereits da !

Unsere gefestigt erschienene Demokratie zeigt deutliche Spuren der Zerreißproben, denen sie seit 2013, dem Gründungsjahr der Partei 'Alternative für Deutschland' und vor allem seit 2015,  dem Jahr der vermehrten Flüchtlingsaufnahme, ausgesetzt ist. Mittlerweile hat diese europaskeptisch-rechtsliberale Partei den etablierten Parteien CDU, und SPD – auch den 'Linken' – beträchtlich Wählerstimmen abgenommen und ist in allen 16 deutschen Landtagen, im Bundestag und Europa-Parlament vertreten. Sie stellt  d i e  Opposition gegenüber der  regierenden Großen Koalition von CDU und SPD dar. - Wahlforscher erwarten für die AfD einen weiteren Stimmenanstieg.

Wie setzt sich die Wählerschaft der AfD zusammen und was macht ihre Attraktivität aus?
Hoeffchen sieht (vereinfacht) folgende Zusammenhänge: die Gründungsgruppe der Partei bildeten 2013 vorwiegend akademisch geschulte Menschen, die - stärker wirtschaftsorientiert* die Regierung kritisierten; 2015 spaltete sich ein wirtschaftsliberaler Flügel ab, doch eine zweite Gruppe mit heimatbetont-konservativen und ausgeprägt europa-skeptischen** Zielen schloss sich unter den Turbulenzen der Flüchtlingsströme jenes Jahres an; als dritte Gruppe stießen völkisch-national***gesinnte Bürger dazu, viele von ihnen waren Protestwähler. Die Partei radikalisierte sich. Für Hoeffchen ist das Zusammenfließen der dritten – wenig dialogbereiten - mit den beiden ersten Gruppen das Kernproblem in allen Fragen der politischen Verständigung.  

Zuwächse erreichte die AfD in den letzten Jahren nicht nur durch das erwähnte Hinüberwechseln ehemaliger Wähler der etablierten Parteien, sondern auch durch eine große Zahl ehemaliger Nichtwähler.  Sie wurden nicht nur angezogen durch die Ziele dieser neuen Partei  (einer kulturell homogenen Gesellschaft durch rigoros eingeschränkte Zuwanderung und  das Abrücken vom Weg zum vereinten Europa), sondern auch von der Hoffnung, mithilfe dieser Partei ihrer Verdrossenheit über das von ihnen empfundene “wir-hier-unten“ (d.h. das Volk) sind meilenweit entfernt von „euch-da-oben“ (in der„hohen Politik) Luft  machen zu können.

Wie können wir als einzelne Christen, als christliche Gemeinden, als evangelische Landeskirche dazu beitragen, dass der unsere Demokratie gefährdende gesellschaftliche Riss nicht noch größer wird?  -  Hoeffchen erinnerte an die friedenwahrende und friedenschaffende Kraft des Evangeliums von Jesus Christus.  Sie ruft uns als Christen zur Sachlichkeit und Mäßigung auf.  Mit der Frage „Wie verstehst Du das?“ dringt diese Kraft in die Binnenperspektive des Anderen ein, nimmt ihn in der Auseinandersetzung ernst, aber sät auch ihren Samen des „Ich sehe das anders …!“ und ebnet den Weg der Verständigung und des Kompromisses.   

Mit der Jahreslosung 2019 Suche Frieden und jage ihm nach (Psalm 34,15) ist die Richtung gewiesen - aber auch  Nachdruck gefordert –für das Alltagsleben in einer Gesellschaft der auseinanderstrebenden Überzeugungen.


                                                               Dr. Rosemarie Siegert

*wirtschaftsorientiert: keine Anerkennung der innerhalb der EU ausgehandelten, den deutschen wirtschaftlichen Erfolg schmälernden Abmachungen bzw. Beiträge   
** Angst vor Überfremdungs- u. Globalisierungstendenzen, Festklammern an alten Traditionen, Sorge um Verlust der nationalen Identität durch den EU-'Überstaat'
***völkisch-nationale Sicht: Völker sind rassisch-kulturelle Einheiten mit klarer Rangordnung untereinander, die so erhalten bleiben soll